Cady C., McAsey M., Li J.
Das Stammzellenforschungslabor der Bradley University betreibt ein aktives Forschungsprogramm im Bereich Stammzellen und regenerative Medizin. Dabei werden verschiedene adulte Stammzellen aus Knochenmark, Nabelschnurblut, Fettgewebe und seit kurzem auch induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) verwendet und Nanofasertechnologien eingesetzt, um potenzielle Behandlungen für Krebs, Herz- und neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln. Wir untersuchen den Einsatz einer gengesteuerten zellbasierten Therapie mit Stammzellen zur Behandlung von Eierstockkrebs. Epithelialer Eierstockkrebs ist die tödlichste gynäkologische Krebsart und die vierthäufigste Krebsart bei Frauen. Obwohl bedeutende Fortschritte in der Chemotherapie die 5-Jahres-Überlebensraten für alle Stadien von Eierstockkrebs verbessert haben, hat sich die Überlebensrate für metastasierten Eierstockkrebs in den letzten 20 bis 30 Jahren nicht wesentlich verändert. Es müssen eindeutig neue Therapien entwickelt werden, um diese verheerende Krankheit zu behandeln. Mesenchymale Stammzellen aus dem Knochenmark (BMSC) eignen sich hervorragend für zellbasierte Therapien, da sie schwer erreichbare Tumorregionen effektiv angreifen und dort überleben. BMSC werden nach hypoxischem Stress oder Verletzungen in Gewebe rekrutiert. BMSC können speziell die widerstandsfähigsten Eierstockkrebszellen angreifen, die sich in hypoxischen Tumorregionen befinden. Die Verwendung gentechnisch veränderter, autologer Stammzellen hat das Potenzial, den Behandlungsansatz für Eierstockkrebs erheblich zu verändern. Dieser Ansatz der Stammzell-Gentherapie erfordert keine Knochenmarksablation, kann die erforderliche Dosis zytotoxischer Therapien reduzieren und die Empfindlichkeit gegenüber Strahlentherapie für eine effektive Tumorablation verbessern.