Ugur Yilmaz*
Ziel: Ziel der vorliegenden Studie war es, den Zusammenhang zwischen dem trockenen Auge (DED) und psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen, Stress und Angstzuständen sowie die Verteilung der damit verbundenen Risikofaktoren zu untersuchen.
Methoden: In dieser Fallkontrollstudie bestand die Stichprobe aus 121 DED-Patienten und 242 Kontrollpersonen. Bei jedem Patienten wurde von einem Augenarzt festgestellt, ob er DED hatte oder nicht. Alle Patienten wurden mit dem Ocular Surface Disease Index und den Depression Anxiety Stress Scales konfrontiert. Die Daten wurden mit Chi-Quadrat- und Mann-Whitney-U-Tests als univariate Analyse und mit multipler logistischer Regression als multivariate Analyse analysiert.
Ergebnisse: Von 1.458 aufeinanderfolgenden ambulanten Patienten lag bei 121 Personen (8,3 %) eine klinisch diagnostizierte DED vor. Es gab einen signifikanten Zusammenhang zwischen der familiären Vorgeschichte von DED (OR, 1,43; 95 % KI, 0,84–2,41), der Vorgeschichte chronischer Erkrankungen (OR, 2,84; 95 % KI, 1,66–4,87), dem OSDI-Score (OR, 1,07; 95 % KI, 1,97–4,06), Depression (OR, 2,06; 95 % KI, 1,30–3,27), Angst (OR, 2,66; 95 % KI, 1,67–4,23) und Stress (OR, 2,33; 95 % KI, 1,48–3,67) und DED.
Schlussfolgerung: Personen mit Depressionen, Angstzuständen und Stress sind anfälliger für DED. Neben der Bestätigung einiger bekannter Risikofaktoren hat diese Studie neue Zusammenhänge zwischen DED und einer familiären Vorgeschichte von DED sowie dem Vorhandensein von Stress gefunden.