Lilja B, Miranda-Téllez J, Ljunggren G, Loov SA, Wettermark B, Lissmats A und Henriksson R
Hintergrund: Daten aus der klinischen Praxis werden bisher nur in begrenztem Umfang routinemäßig zur Überwachung von Krebspatienten verwendet, bei denen eine neue Medikation begonnen wurde. In dieser Studie mit Krebspatienten, mit Schwerpunkt auf Prostatakrebs , Brustkrebs und Hautkrebs, wurden zwei Jahre an individuellen Daten aus mehreren Registern verwendet, um die Möglichkeiten zur Überwachung von Krebspatienten zu untersuchen.
Methoden: Diese Studie basiert auf einer Forschungsdatenbank mit mehr als 78 Millionen Datensätzen mit personenbezogenen Diagnosen, medikamentösen Behandlungen und sozioökonomischen Merkmalen aus acht nationalen und regionalen Registern für Patienten mit einer aufgezeichneten Krebsdiagnose oder mit Krebsmedikamenten behandelten Patienten zwischen 2001 und 2011. Für diese Querschnittsregisterstudie wurden 7.378 Patienten ausgewählt, bei denen zwischen 2009 und 2010 Prostata-, Brustkrebs oder Hautkrebs diagnostiziert wurde, um Patientenmerkmale, Komorbiditäten und medikamentöse Behandlung zu bewerten.
Ergebnisse: Von der aus dem schwedischen Krebsregister mit den drei Hauptkrankheiten ausgewählten Bevölkerung hatten 3.581 Personen Prostatakrebs, 2.760 hatten Brustkrebs und 1.037 hatten Hautkrebs. Das Einkommen betrug 70,1 %, 62,9 % bzw. 53,3 % in der Prostata-, Brust- und Hautkrebsgruppe. Urogenital- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren sowohl bei Prostata- (47,8 % bzw. 52,7 %) als auch bei Brustkrebs- (52,4 % bzw. 42,6 %) Patienten häufig. Bei Hautkrebspatienten waren andere Hautdiagnosen am häufigsten (50,7 %), gefolgt von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (48,3 %). Krebsmedikamente, hauptsächlich reife, erhielten 85,9 % der Patienten mit Brustkrebs, 32,4 % der Patienten mit Prostatakrebs und 4,1 % der Patienten mit Hautkrebs. In den Daten der Primärversorgung wurden bei 5,2 % der Prostatakrebspatienten, 4,1 % der Brustkrebspatienten und 17,3 % der Patienten mit Hautkrebs zusätzliche Tumordiagnosen gefunden.
Schlussfolgerung: Der Zugriff auf Gesundheitsdaten, einschließlich Daten zur Primärversorgung, und die Möglichkeit, Datensätze aus mehreren Datenquellen anhand der schwedischen persönlichen Identifikationsnummer zu verknüpfen, ermöglichen die Untersuchung der Behandlung, des Krankheitsbildes und der Merkmale in großen Krebspatientenpopulationen.