Lubna Al-Nasser, Faisel Yunus, Anwar E. Ahmed
1) Schätzung der Prävalenz von Zahnarztphobie anhand einer Stichprobe von Saudis in Riad, Saudi-Arabien, und 2) Ermittlung der Verhaltensfolgen von mittelschwerer bis schwerer Zahnarztangst bei saudischen Erwachsenen. Materialien und Methoden: Mittels mehrstufiger Cluster-Zufallsstichproben wurden elf öffentliche Stichprobenstandorte ermittelt, darunter Einkaufszentren, Zentren der medizinischen Grundversorgung und Moscheen. Es wurde eine Stichprobe von 378 Einwohnern der Stadt Riad ausgewählt. Zur Beurteilung der Zahnarztangst verwendeten wir die Arabic Modified Dental Anxiety Scale (MDAS). Ergebnisse: Das Durchschnittsalter betrug 32,5 Jahre (± SD 10,1 Jahre) und 44,2 % waren weiblich. 24,5 % der Personen berichteten von mittelschwerer bis schwerer Zahnarztangst (MDAS ≥ 13), während 5,4 % der Personen eine schwere Zahnarztangst (d. h. Zahnarztphobie; MDAS ≥ 19) hatten. Die Prävalenz mittelschwerer oder schwerer Zahnarztangst ist tendenziell höher bei Frauen (31,9 % vs. 18,8 %, P = 0,003), bei Teilnehmern mit seltenen Zahnarztbesuchen (41,7 % vs. 19,7 %, P = 0,001), bei Teilnehmern, die in Privatkliniken behandelt wurden (27,7 % vs. 18 %, P = 0,042) und bei Teilnehmern mit einer Vorgeschichte des Aufschiebens von Zahnbehandlungen (64,1 % vs. 11,5 %, P = 0,001). Laut logistischer Regression war die Wahrscheinlichkeit mittelschwerer oder schwerer Zahnarztangst bei Teilnehmern mit einer Vorgeschichte des Aufschiebens von Zahnbehandlungen 17,9-mal höher. Schlussfolgerung: Unsere Daten zeigten, dass 5,4 % unter Zahnarztphobie und 24,5 % unter mittelschwerer oder schwerer Zahnarztangst litten. Die häufigsten verhaltensbezogenen Folgen von Zahnarztangst waren das Geschlecht, seltene Zahnarztbesuche, die Nutzung privater Kliniken, eine Vorgeschichte des Aufschiebens von Zahnbehandlungen und eine Vorgeschichte des Absagens von Zahnbehandlungen.