Blake Bonkowski, Jason Wieczorek, Mimansa Patel, Chelsea Craig, Alison Gravelin und Tracey Boncher
Die Festphasensynthese (SPS) ist eine chemische Strategie, die von Bruce Merrifield in den frühen 1960er Jahren entwickelt und verfeinert wurde und 1984 zu einem Nobelpreis führte. Diese Entdeckung ebnete Chemikern den Weg, Proteine mit hohen Erträgen, weniger zeitaufwändiger Reinigung und viel schnelleren Synthesewegen herzustellen. Die Strategie verwendet ein unlösliches festes, mit Polystyrol vernetztes Trägerharz, 2-Chlortritylchlorid (2-CCR), um eine Esterbindung mit einer Säure zu bilden, sodass Proteine oder kleine Moleküle Aminosäure für Aminosäure aus dem N-Terminus aufgebaut werden können. Dieselbe Chemie kann zum Aufbau von Peptidomimetika und kleinen Nicht-Peptid-Molekülen eingesetzt werden. Diese Chemie ist besonders nützlich zum Aufbau von Molekülen, die während des Synthesewegs einen vorübergehenden Schutz einer Carbonsäure erfordern. Dieser Artikel liefert die grundlegenden Konzepte und Überlegungen zur Anwendung der SPS für den Aufbau kleiner Nicht-Peptid-Moleküle. Wichtige Aspekte beim Einsatz dieser Chemie sind: Harzauswahl, Quellung des Harzes, Kopplungsmittel, Lösungsmittel, Mechanismus, Harzbeladung, nukleophile Substitution und Abspaltung vom Harzträger, Aminschutzgruppen, allgemeine Reaktionstechniken sowie Reinigung des Endprodukts.